Wenn Sie Jägerin oder Jäger sind und Wildschweine und Dachse erlegen, müssen Sie die Tiere vor dem Verzehr auf Trichinen amtlich untersuchen lassen. Trichinen sind kleine Fadenwürmer, die sich als Parasiten in der Muskulatur von Säugetieren einnisten können. Besonders Wildschweine und Dachse können Träger sein.

Der Verzehr von trichinenbelastetem Wildfleisch kann schwere Erkrankungen beim Menschen verursachen. Durch eine Untersuchung wird die Sicherheit für Verbraucherinnen und Verbraucher gewährleistet. Erst nach erfolgter Untersuchung und negativem Ergebnis dürfen Sie das Wildfleisch als Lebensmittel verwenden oder es an andere abgeben.

Wenn Sie das erlegte Wild an einen Betrieb des Einzelhandels oder an einen Jäger abgeben, geht die Verpflichtung zur Anmeldung zur Untersuchung auf Trichinen auf diese über. Sollten Sie vor oder nach dem Erlegen des Wildes Merkmale festgestellt haben, die das Fleisch des Tieres als bedenklich zum Verzehr für Menschen erscheinen lassen, müssen Sie diese Information an die abnehmende Person weitergeben.

Wenn die Probe von den Behörden untersucht wurde, übermittelt die Behörde im Gegenzug das Ergebnis der Untersuchung an Sie weiter. Alternativ können Sie nach Vereinbarung mit der zuständigen Behörde davon ausgehen, dass keine Trichinen gefunden wurden, wenn Sie bis zu einem festgelegten Zeitpunkt keine Meldung erhalten haben.


Adresse
Delmenhorster Straße 6
27793 Wildeshausen
Servicezeiten https://www.oldenburg-kreis.de/oeffnungszeiten

Fax
04431 85-200
Telefon
04431 85-0

Häufig gestellte Fragen

Die Kosten für die amtliche Trichinenuntersuchung werden kommunal festgelegt und können je nach Tier variieren.


Die Untersuchungsstellen bieten feste Untersuchungstage an. Wenn die Probe rechtzeitig im Labor ist, wird sie innerhalb eines Tages untersucht.


Die Proben sind zusammen mit dem Wildursprungsschein bei der für Ihren Wohnsitz oder den Erlegungsort zuständigen Lebensmittelüberwachungsbehörde abzugeben.


Die Proben sind zusammen mit dem Wildursprungsschein bei der für Ihren Wohnsitz oder den Erlegungsort zuständigen Lebensmittelüberwachungsbehörde abzugeben.


  • Antrag
  • Wildmarke
  • Beauftragung zur Trichinenprobeentnahme

  • Jägerin oder Jäger erlegt Tier und markiert den Tierkörper mit einer Wildmarke
  • Jägerin oder Jäger entnimmt Probe und bereitet diese für Abgabe vor (Verpackung und Kennzeichnung)
  • Jägerin oder Jäger übermittelt Daten in Papierform oder digital an die Behörde und stellt die Probe zur amtlichen Untersuchung zur Verfügung
  • Behörde prüft Datensatz und Probe
  • Behörde untersucht Probe
  • Behörde teilt das Ergebnis der Untersuchung mit (Alternativ: Behörde teilt vorab mit, bis zu welchem Zeitpunkt Sie sich meldet, wenn die Proben nicht negativ sind)

Die Proben sollten möglichst frisch im Labor abgegeben werden und können solange auslaufsicher bei Kühlschanktemperatur gelagert werden. Es ist ausreichend Probenmaterial (mind. 50g) einzuschicken. Der Tierkörper muss über die Wildmarke solange zu zuordnen sein, bis das negative Untersuchungsergebnis vorliegt. Neben dem Fleisch dürfen auch nicht die Nebenprodukte (Organe, Fleischabschnitte) vor dem Vorliegen des Ergebnisses verwendet werden. Dies gilt auch für die Verfütterung an den Jagdhund, da auch dieser an Trichinellose erkranken kann.


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